Baumkuchen ist wohl einer der edelsten und aufwändigsten Kuchen die es gibt. Nicht umsonst wird er deshalb auch der „König der Kuchen“ genannt.

In Thüringen heißt das Gebäck Thüringer Stamm. Aber auch in anderen Ländern ist Baumkuchen bekannt. So wird er in Litauen šakotis und in Polen sękacz genannt. Spettekaka oder Spettkaka ist die schwedische Version des Baumkuchens. Dieser wird Hauptsächlich in Südschweden genossen und ist anders als der deutsche Baumkuchen trockener. Franzosen nennen ihn Gâteau à la broche und seine Form erinnert an einen Tannenbaum. In Tschechien heißt er Trdelnik und in Ungarn Kürtőskalács.
Erstaunlicherweise ist der Baumkuchen ein Nationalgebäck in Japan, dort nennt man ihn Baumukūhen oder Bāmukūhen. Der deutsche Konditor Karl Joseph Wilhelm Juchheim brachte ihn in den ostasiatischen Staat. Juchheim präsentierte das Gebäck auf der internationalen Ausstellung für deutsche Produkte in Hiroshima im März 1919. Dort legte man ihm Nahe ein Geschäft zu eröffnen und diesen Kuchen zu verkaufen. In Japan ist er bis heute auch ein beliebter Hochzeitskuchen.
Den Kuchen ist gemeinsam, dass sie Schicht für Schicht auf einem drehenden Spieß gebacken werden, so dass die berühmten Jahresringe eines Baumes entstehen.

Vanille, Rum und Tonkabohne sind traditionelle Gewürze die den Baumkuchen verfeinern. Marzipan sorgt für die nötige Feuchtigkeit und verleiht ein angenehmes Aroma. Nüsse, Mandel und Nougat dürfen ebenso zu gesetzt werden.
Der Baumkuchen ist im Übrigen auch das Symbol des deutschen Konditorenbundes, denn es benötig einiges an Geschick und Fachwissen ihn herzustellen.
Quellen:
Detlef Horenburg: Leckerei vom Stock. Mitteldeutsche Zeitung